Warum bloggen wir – #darumbloggen

Dies ist ein Beitrag zur aktuellen Blogparade des onlinenetzwerk-sachsen. Das Thema lautet “Auf die Plätze fertig – bloggen”. Und hat mich sofort “angefixt”…..

Ein kurzer Rückblick:

Landau – Augsburg / Augsburg – Landau.  Zwei lange Zugfahrten. Und ich hatte mein Buch vergessen :-(.

Die Hinfahrt war noch o. K. Ich hatte etwas Arbeit dabei. Doch die gestrige Rückfahrt zog sich gefühlt deutlich länger hin. Nach zwei Stunden “Löcher in die Luft schauen” habe ich dann also doch im Facebook “gezapt”.  Und so auf den sprichwörtlichen letzten Drücker den Aufruf entdeckt :-).
Den entsprechenden Hinweis dazu fand ich in der Facebook-Gruppe “Blogparaden & andere Bloggeraktionen”. Mit dem dortigen Link zum Gastbeitrag von Simone Leithe.

Einen Klick später schmunzele ich heftig über dessen Überschrift “Hat die eigentlich nix zu tun ?”. Der Text selbst ist wunderbar geschrieben. Spritzig. Humorvoll. Und die Geschichte vom Hobby zur “Influenzerin” spannend.

Vieles ist auch meine Blog-Geschichte. Und die beginnt ja tatsächlich auch noch in Augsburg. Zufall?

Ein längerer Rückblick:

Die “Geburt” unseres Blogs war am 04. Mai 2015. An diesem Tag haben wir mit sehr viel Herzklopfen unseren ersten Blogbeitrag veröffentlicht. Puh, das war spannend!

Ein paar Monate vorher, nämlich am 05. Januar, hatten wir beim Notar in Landsberg am Lech den Vertrag für unsere Hotelgesellschaft unterschrieben. Wenig später in Landau den Pachtvertrag.

“The Point of no return” – er war erreicht.

Mit fast 50 noch einmal alle Uhren auf Null stellen. Da braucht man viel Mut. Da braucht man Recherchen. Lange Vorbereiten und Planungen. Da braucht man Träume und Visionen. Da braucht man starke Partner und vieles mehr.

Wir hatten das alles irgendwie zusammen. Und wir hatten dazu noch viele Freunde, die uns zur Motivation, zum Mutmachen und zugleich auch als kompetente Berater zur Seite stehen konnten. Und dies auch tatsächlich getan haben. Die Portion Glück, die immer nötig ist, hatten wir also auch noch im Gepäck 🙂

Noch ein Stück zurück:

In der Planungsphase in 2014 haben wir unser Netzwerk also heftig strapaziert ;-). Die Geburtshelferin der ersten Stunde war Sandra Strüwing mit ihren “Candid-Mädels”. Eine langjährige beste Freundin. Und eine kompetente Fachfrau in Sachen Kommunikation und Marketing.

Sie erarbeitete uns eine Kommunikations-Strategie. Mit dem Schwerpunkt Social-Media und Internet. Schließlich galt es, das Hotel zur Eröffnung zu füllen. Ganz ohne Fotos. Ohne Homepage. Ohne Bewertungen. Ohne Erfahrungsberichte. Ohne Mitarbeiter. Ohne Gäste. Ohne Fertigstellungstermin. PUH!

Ihre klare Ansage lautete: “Ihr braucht einen Blog!”. “Was brauchen wir? Was genau ist das – ein Blog? Warum brauchen wir das? Wen interessiert unsere Geschichte? Was bitte ist WordPress? Und wie funktioniert das? Wie bitte – Facebook sollen wir auch noch machen? Nein!”

Geduldig – nein: sehr geduldig haben Sandra und ihre Mitarbeiterinnen uns an die Hand genommen. Uns genau erklärt, dass wir nur so die Aufmerksamkeit auf unser Hotel lenken können. Nur so unsere Gäste finden. Nur so gebucht werden. Und nicht zuletzt, nur so die Klicks bekommen, die “google” so sehr liebt 😉

Das “Pling”:

“Na gut. Wir machen das. WordPress lassen wir von der Webagentur einrichten. Und dann können wir loslegen.
Was kostet das jetzt, wenn ihr das für uns macht?”

Ich sehe noch heute die erstaunten Gesichter um uns herum. “Das machen nicht WIR für euch. Das musst DU schon selber machen”. Und der Gatte setzt noch einen drauf: “Du kannst das schon. Das war doch klar, dass du das machen wirst”. “Klar!!!!????”

Doch dann ging alles ganz schnell. Der Titel für den ersten Beitrag war sofort klar. Jasmin hatte die Idee, ein Foto zu schießen, auf welchem wir Betten machen. Natürlich! Schließlich bieten wir zukünftig Betten für bis zu 110 Gäste. Und dann hatte Sandra spontan noch den Einfall, die Direktorin des Steigenberger “Drei Mohren” zu fragen, 0b wir bei Ihr die Fotos dafür machen dürfen.

“Im 5 Sterne Hotel???” Doch Sandras rotarische Freundin fand die Idee richtig gut. Hat geschmunzelt und spontan JA gesagt. Danke Kollegin!!!!

Das “erste Mal”:

Beim Fotoshooting waren wir nervös. Man sieht es deutlich an den roten Wangen. Doch die (Vor)Freude hat überwogen.

Das Schreiben fiel überraschenderweise leichter als gedacht. Trotzdem hat Sandra sehr viel korrigieren müssen. Und ich musste viel über den richtigen Schreibstil lernen. Kürzere Sätze. Bestimmte Worte meiden. Übersichtlicher Strukturieren. Nicht zu kurz. Nicht zu lang. Mit Fotos bereichern. U. v. m.

Der erste Blogpost gefiel uns allen dann richtig gut. Doch das Veröffentlichen war schon sehr spannend. Habe ich wirklich an alles gedacht? Interessiert sich denn jemand für unsere Geschichte(n)?

Und für die nächsten Beiträge: Was darf ich preisgeben? Was nicht? Und was sollte ich auf alle Fälle erzählen? Und warum? Muss ich SEO-Optimieren?

Die Begeisterung wächst:

Das Schreiben bereitet mir so richtig Freude. Ich finde auch, ich habe viel dazu gelernt. SEO vernachlässige ich komplett. Die Inhalte und die Authentizität sind uns wichtiger.
Ich schreibe zu jeder passenden Tages- und Nachtzeit. An (fast) jedem Ort. Immer wenn mir gerade etwas spannendes und/oder erzählenswertes einfällt. Mir das Schreiben gerade leicht fällt.

Schön finde ich es, wenn unsere Mitarbeiter auch mal einen Post schreiben. Sie sind dann mächtig stolz. Und außerdem bleibt unser Blog so spritziger. Vielfältiger.

Vor kurzem haben wir den Sprung zum Gastbeitrag genommen. Und dies hier ist unser dritter Beitrag im Rahmen einer Blogparade.

Das “onlinenetzwerz-sachsen” fragt die Teilnehmer dieser Parade:

“Verratet uns, was euch motiviert, immer weiter zu machen und über welche Hürden ihr schon gestolpert seid! Wo liegen für euch die Grenzen? Was müsste passieren, damit ihr das Bloggen sein lasst? Mit welchen Illusionen seid ihr an die Sache herangegangen und wie haben sich eure Ziele im Laufe der Zeit gewandelt? Was habt ihr beim Bloggen gelernt? Und was würdet ihr Anfängern raten?”

Ein Teil davon ist oben beantwortet.

Die Hürden waren bislang meist technischer Natur. Manchmal hat auch das richtige Foto gefehlt.
Unsere Grenzen liegen im absolut persönlichen Bereich. Auch Interna über Gäste und/oder Mitarbeiter sind tabu. Und: wir kaufen keine Beiträge!
Mit dem Bloggen aufhören? Steht nicht zur Diskussion. Es bereitet einfach zu viel Freude. Es ist ein fester Anker in unserem Marketingplan. Es macht uns authentisch. Für unsere Gäste und Mitarbeiter.
Illusionen hatten wir keine. Es ist sogar leichter, als gedacht. Nur die Aufregung vor dem entscheidenen Klick: “Beitrag veröffentlichen”, die bleibt. Soll sie auch. Sie zeigt doch unsere Leidenschaft für das Thema.
Doch: eine Illusion hatte ich als Texterin. Ich dachte, ich kann im Facebook anonym bleiben. Nur die Fan-Page “bespielen”. Das funktioniert leider nicht. Man braucht einen privaten Account mit vielfältigen Themen und vielen Freunden. Und die lenkt man dann auf den Blog.
Gelernt haben wir, dass alles stimmen muss, was man schreibt. Dass das aber nicht heißt, dass man alles schreiben muss, was stimmt. Ach ja: eine einheitliche Sprache in allen Social Media Kanälen ist wichtig. Wir haben uns  z. B. für das “Sie” als Ansprache entschieden. Wichtig ist auch, dass wir verschiedene Themen in den unterschiedlichen Plattformen bespielen, unterschiedliche Fotos veröffentlichen.

Das alles raten wir auch den Anfängern. Und dazu: Sammeln Sie Themen “auf Vorrat”. Schreiben Sie immer, wenn es Ihnen gerade einfällt. Wenn es leicht fällt. Denn Schreiben geht überall. Veröffentlichen Sie jedoch geplant zu den Zeiten, an denen Sie die meisten Leser erreichen. Antworten Sie den Lesern, die Kommentare in Ihrem Blog hinterlassen. Sie haben das verdient. Schauen Sie über den Tellerrand. Seien Sie interaktiv. Kommentieren und liken Sie. Vernetzen Sie sich mit anderen Bloggern. Schreiben Sie Gastbeiträge. Nehmen Sie an Blogparaden teil. Setzen Sie PingBacks. Und falls Sie einen Corporate Blog aufsetzen möchten, nehmen Sie sich einen kompetenten Berater an Ihre Seite. Eine 1A-Kommunikationsagentur. Wie candid communications ….

Übrigens: Jasmin La Marca hat im Blog von candid über unsere Anfänge berichtet: http://www.candid-com.com/wie-ein-hotel-entsteht/

Besuchen und folgen Sie uns doch in unserem Blog. Auf Facebook, Instagram oder Google Plus. Wir freuen uns!

Ihre Petra Hirsch

Maximilians Boutique-Hotel Landau

 

kommentare
  • Daniel 19.03.18 UM 05:33

    Ich finde es klasse, dass du noch mit 50 Jahren den Schritt hin zu einem eigenen Hotel gewagt hast. Sicher war es nicht einfach, sich aus der Komfortzone herauszuwagen. Aber ich bin mir sicher, dass du die Entscheidung nicht bereut hast.

    • Petra Hirsch 19.03.18 UM 09:33

      Danke,lieber Daniel für das Kompliment!
      Doch ehrlich, die Komfortzone zu verlasen, war für mich nicht wirklich schwer. Irgendwie ging es uns nicht darum, etwas nicht mehr zu tun. Sondern viel mehr darum, noch einmal etwas großes Neues zu beginnen. Zu wagen. Zu tun.
      Ich werde immer wieder gefragt, on ich es bereut habe, meine Vermögensberatertätigkeit aufgegeben zu haben. Das nicht nicht mein Thema.
      Du hast Recht: wir haben es nicht bereut, das Hotel eröffnet zu haben. Es macht täglich so viel Freude. Unsere Gäste bereichern uns.

      Bis bald mal? “Live und in Farbe”? Das wäre schön!

      Herzlichst
      Petra

  • Sandra 20.03.18 UM 08:33

    Puh, so viel des Lobs – vielen Dank dafür, liebe Petra. Wir waren sehr gerne Geburtshelfer. Und Du hast es uns ja auch ganz leicht gemacht, gut zugehört und selbst schnell umgesetzt. Und das erfolgreich. Es macht Spaß zuzusehen, wie sich die beiden Babys – das Maximilians und Deine Social-Media-Aktivitäten – entwickeln. Liebe Grüße von der „langjährig besten Freundin“.

  • we-love-webdesign 27.03.18 UM 10:33

    Liebe Petra und liebes Hotel,

    ein wirklich toller Blogbeitrag und super lustig und gut geschrieben.

    Wir haben manchmal so unsere Probleme unsere Kunden zu überzeugen, dass das Bloggen wirklich sinnvoll ist.

    Was war bei euch der Auslöser, dass ihr 2015 gesagt habt “wir müssen regelmäßig bloggen” und wie organisiert ihr, dass wirklich regelmäßig ein Beitrag von euch hochgeladen wird?

    Wirklich super gut, wir wünschten das Bewusstsein dafür hätten mehrere Hotels.

    Ihr Team von onma.de/webdesign-hannover

    • Petra Hirsch 27.03.18 UM 04:33

      Danke für das Kompliment, liebes Onma-Team. Das lesen wir sehr gerne!

      Der Auslöer zum “Bloggen” war ganz einfach der, dass wir unserer Agentur vertrauten. Schließlich hatten wir Sie uns ausgesucht. Und dann sollten wir Ihrem Plan auch folgen.
      Das Organisieren ist gar nicht so schwer. In den ersten zwei Jahren hatten wir von unserer Agentur einen klaren Marketingplan als “Fahrplan”. Den haben wir dann ziemlich genau umgesetzt.
      Jetzt gehen wir es etwas “lockerer” an. Wir sammeln Themen und schreiben auch mal auf Vorrat. Ganz oft erhalten wir Impulse von außen. Und greifen die dann auf. Unser (Online)Netzwerk inspiriert uns zudem auch noch. Und Blogparaden (gerade habe ich wieder für zwei geschrieben) sind immer wieder ein schöner Ideengeber.
      Gerne binden wir auch unsere Mitarbeiter ein. Das macht dann wirklich richtig Freude. Und eine Schreibblockade (ja, auch die gab es schon), sitzen wir halt mal aus.
      Wir wünschen euch, dass eure Kunden auch auf Euren Rat hören. Es lohnt sich!

      Viele Grüße.
      Petra Hirsch und die Maximilianer/innen

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